
Vom 23.-26. Januar 2012 finden die Wahlen zum 34. Bonner Studierendenparlament statt. Die Liste undogmatischer StudentInnen (LUST) tritt mit 26 Kandidatinnen und Kandidaten an. Unser Erfolg im vergangenen Jahr basiert auf unseren drei der insgesamt einundfünfzig Sitze im Bonner Studierendenparlament (SP). Darauf aufbauend leitet die Liste undogmatischer StudentInnen ein Drittel der integrierten Referate des AStA. Die Aktiven der LUST nehmen ihren Job ernst und sorgen in den Referaten für Soziales, Öffentlichkeit, Kultur und studentische Initiativen sowie im Ressort für politische Bildung dafür, das Image der ewig unprofessionellen linken Studierendenvertretung aufzubrechen.
Die LUST-Aktiven im AStA arbeiten für eine breit aufgestellte, kompetente Studierendenvertretung. Für uns sind politische Interessenvertretung und Service keine Widersprüche - im Gegenteil.
Im Unterschied zu unseren Koalitionspartnern, den Grünen, Jusos und Piraten, ist die LUST in keiner Weise keinem bundes- oder landespolitischen Trend verpflichtet und macht ihre Arbeit unabhängig von partei- und verbandsspezifischen Rücksichtnahmen wahr. Dafür steht die LUST seit über 30 Jahren.
Unterstütze die einzige wirklich parteiunabhängige Kraft in einem linken AStA, gib Deinen Interessen mehr Gewicht und stimme bei den Wahlen für das Studierendenparlament vom 23.-26. Januar 2012 für die LUST.

Auch zu den Studierendenparlamentswahlen im Jahre 2011 tritt die LUST wieder mit einem ambitionierten Programm an.
Während unserer Mitarbeit im AStA seit der Wahl 2010 sind nicht wenige unserer damaligen Forderungen inzwischen umgesetzt worden. Ging es bei der Wahl im letzten Jahr noch um die Verhinderung von Schlimmerem, sprich der Bestätigung des RCDS-geführten AStA's im Amt, eröffnet sich in diesem Jahr wieder die Möglichkeit den Blick auf den nicht wirklich erfreulichen universitären Normalbetrieb zu richten und selbigen zu kritisieren. Weiteres hierzu findet sich in den vier Seiten im Artikel unten.
Als die ausländerfeindliche Partei Pro NRW die Liste Undogmatischer StudentInnen vor einigen Monaten als eine „linke Anarcho-Liste“ im Dunstkreis von „Linkskriminellen“ bezeichnete, wusste die LUST, dass diese typische Schmähung ein unmissverständliches Kompliment für ihre kritischen Bemühungen ist. Überraschender ist dagegen der jüngste Versuch der Linken Liste (LiLi), die LUST nun als „rechte“ Gruppe abzustempeln. Ihre merkwürdige politische Farbenlehre besagt, dass „rechts“ heute bedeuten soll, „antideutsch“ zu sein – was die deutsche Rechte, die bekanntlich viel auf ihr deutsches Vaterland gibt, entschieden zurückweisen müsste.
Vielleicht bringt dieses kuriose Kontrastprogramm zur Geltung, was das Undogmatische der LUST aktuell bedeutet – sie passt in keine Schublade. So recht weiß man nicht, wie mit dem etwas verzweifelt wirkenden Vorwurf einer Linken Liste umzugehen ist, die in ihrem Flugblatt „LUST verhüten“ neben verklemmtem Humor erfrischend ehrlich und allen Ernstes zu Protokoll gibt, die „Kernaussagen der LUSTlinge häufig nur nach mehrmaligem Lesen zu erkennen – wenn überhaupt“.
Diese geringe Merkfähigkeit erklärt womöglich die Chuzpe, mit der dem LUST-Kandidaten Matheus Hagedorny unterstellt wird, in einer SP-Sitzung Menschen aus sozialen Brennpunkten als „Gesindel“ bezeichnet zu haben.
Dieses Wort fiel tatsächlich, zielte jedoch auf die Gewohnheit zahlreicher Jugendbanden in Pariser Vororten, gelegentlich Schulen anzuzünden, Frauen zu unterdrücken und Juden zu verfolgen. Offenkundig bestand die Intention darin, barbarische Mörder auch als solche zu bezeichnen. Den Hintergrund bildete das Schicksal des 23jährigen Angestellten Ilan Halimi, der 2006 von einer Jugendbande entführt, drei Wochen lang gefoltert und schließlich ermordet wurde. Halimi hatte sich als Bewohner eines sozialen Brennpunkts von den Tätern lediglich durch sein Judentum unterschieden. Das Wahnbild vom reichen Juden bildete die Grundlage für den Versuch, seine Mutter um eine sechsstellige Summe zu erpressen, die sie nicht aufbringen konnte. Halimi erlag den Verletzungen aus seiner wochenlangen Folterung.
Die antisemitische Mordbande, welche sich selbst „Die Barbaren“ nannte, als „Gesindel“ zu bezeichnen, ist wohl eher zu schwach formuliert ( http://www.sueddeutsche.de/panorama/paris-mord-an-juden-lebenslang-fuer-chef-der-barbarenbande-1.124598 ). Da zahlreiche Kandidaten* der LiLi bei besagter SP-Sitzung anwesend waren, gibt es zur Interpretation dieser nachweislichen (1) Falschbehauptung zwei Möglichkeiten: Entweder gibt es bei den LiLi-Mitgliedern eine generell unzureichende Auffassungsgabe oder sie möchten antisemitische Mörder unter die Kategorie „Bewohner sozialer Brennpunkte“ subsumieren, was zum einen die übrigen Prekarisierten diffamiert und zum anderen den erwähnten Judenmord zum Verschwinden bringt.
„Krieg ist Frieden“
Wenn man außerdem das LiLi-Engagement für den „Frieden“ mit dem realen Engagement einiger Mitglieder kontrastiert, fühlt man sich an die in Orwells „1984“ beschriebene Propagandaformel „Krieg ist Frieden“ erinnert: In Düsseldorf führte die LiLi-Kandidatin Nr. 6, Naomi Rattunde, im Juni 2010 auf einer u.a. von Anhängern der radikalislamischen Terrororganisation Hamas frequentierten Demonstration das Transparent „No Oslo - No Camp David - Befreiungskampf bis zum Sieg“ spazieren ( http://www.youtube.com/watch?v=YVSOhrFusFU&feature=related / HAMAS-Fahnenschwenker siehe: http://www.youtube.com/watch?v=kzyUm8DGbVQ&feature=related ). Damit wies sie jeden Versuch eines friedlichen Ausgleichs zwischen Israelis und Palästinensern zurück und propagierte die verlustreiche Fortsetzung des antiisraelischen Kriegs. Lena Schmoll, LiLi-Kandidatin Nr. 18, beteiligte sich wenige Tage zuvor aktiv an einer Bonner Kundgebung, auf der gefordert wurde, sämtliche israelische Waren und wissenschaftlichen Kooperationen mit israelischer Beteiligung zu boykottieren und damit jeden zivilen Austausch zwischen dem jüdischen Staat und der übrigen Welt zu unterbinden (Boykottaufruf: 2.Foto von oben/9. von unten, Lena Schmoll: 8. Foto v. o., L.S. in Aktion 17. Bild v.u., 2. Person v.rechts http://www.arbeiterfotografie.de/galerie/reportage-2010/index-2010-05-31-bonn-protest-wegen-angriff-auf-gazahilfe.html ).
Die LUST bekennt sich schuldig, mit solcher „Antikriegsarbeit“ nichts zu schaffen zu haben und wartet in der Zwischenzeit auf die Begründung der LiLi, warum das Zeigen des vorzüglichen Films „Persepolis“ und die Durchführung einer Diskussionsveranstaltung über die iranische Opposition gegen Ahmadinedschad und andere djihadistische Verbrecher einen Krieg gegen Iran „fördert“. Es ist zweifelhaft, ob angesichts eines solch heuchlerischen „Pazifismus“ derartige Veranstaltungen in Zukunft noch stattfinden können, sollte die LiLi gewählt werden.
Was bleibt ist ein mit Bitterkeit vermengtes Lachen über eine Linke Liste, die das Wort „Frieden“ um seine menschenfreundliche Bedeutung bringt, aus vaterlandslosen Gesellen – aus denen die LUST seit über 30 Jahren besteht – eine „rechte“ Bewegung zusammenfabuliert und mit ihrem infantilen Auftreten in Wort, Schrift und Bildsprache jedes linke Klischee überbietet. Abschließend möchte die LUST ihren (potenziellen) Wählern versichern, dass sie als undogmatisch linke Gruppe mit einer derart „friedlichen“ Melange aus Lafontaine-Jüngern, Anhängern einer sehr deutschen „Jugendbewegung“ (2), Verteidigern des Stalinismus und „anderen politisch fortschrittlich denkenden Menschen“ nicht zusammenarbeiten wird.
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*ungeachtet der maskulinen Schreibweise sind alle Geschlechter gemeint.
(1) Aufschluss über dieses interessierte "Missverständnis" geben die Protokolle der SP-Sitzung, die beim Präsidium angefordert werden können.
(2) So überschrieb die "Bonner Jugendbewegung" im November 2009 ihren Kommentar zur Erfolgswelle des "Bildungsstreiks": "Wien, Deutschland und dann die ganze Welt."

Die LUST lädt zur Elektrosause. Und zwar am Samstag den 20. November. Ab 21 Uhr findet die Hinterhofdisco im Netzladen, Wolfstraße 10, statt.
Auflegen werden Wilhelm Mörtzmann und Nachthimmel (http://www.myspace.com/nachthimmel1). Das Ganze für schlappe 3 Euro.
Darüber hinaus gibt es am Dienstag, 16. November, ab 21 Uhr eine Kneipentour, um in ungezwungener Atmosphäre die Menschen hinter dem Label kennenzulernen. Treffpunkt ist der Innenhof des Hauptgebäudes.
Am Dienstag, 23. November, ist ein Kennenlernplenum angedacht. Allen Interessierten stehen wir hier gerne Rede und Antwort. Ab 20:30 Uhr im Buchladen LeSabot in der Breite Straße 76.

Am kommenden Sonntag zeigen wir im Rahmen unserer Reihe zum Iran den Film "Persepolis". Der Film beruht auf den autobiographischen Comics von Marjane Satrapi, die als Kind die Revolution im Iran miterlebte und nach der Durchsetzung des radikalislamischen Regimes nach Europa floh.
Leider gab es einige Unstimmigkeiten, was den Beginn der Filmaufführung angeht: auf manchen Flyern wurde 18 Uhr angegeben, auf anderen und im Kult41-Programm 20 Uhr. Deswegen zeigen wir den Film nun sowohl um 18 als auch um 20 Uhr im Kult 41, Hochstadenring 41.
Wieder einmal regt sich berechtigter Protest gegen die Zumutungen, die uns im Ausbildungsbetrieb begegnen. Der Aufruf der Bonner Jugend-bewegung zur heutigen Demonstration erkennt richtig, dass die „von einer breiten gesellschaftlichen Masse“ geäußerte Kritik am Bildungssystem
von den politischen FunktionsträgerInnen durch Scheinreformen erstickt werden soll.1 Es ist nicht zu leugnen, dass der Zweck dieses Bildungssystems das Zurechtbiegen der SchülerInnen und StudentInnen für den Arbeitsmarkt ist: möglichst effizient und billig sollen sie sein, je nach Bedarf gering oder hoch qualifiziert.
Bei allen richtigen Erkenntnissen und sympathischen Forderungen verkennt der Aufruf die Ursachen für die Mißachtung der individuellen Interessen: Den SchülerInnen und StudentInnen ergeht es nicht anders als allen anderen Angehörigen des bürgerlichen deutschen Staates, sie sind für die politischen EntscheidungsträgerInnen nichts anderes als eine Manövriermasse. Sie bestimmen, orientiert an kapitalistischen Imperativen, nach Nützlichkeitserwägungen und Profitinteressen, über Köpfe hinweg, wie das Lernen und wie das Leben aussieht. Böse Menschen müssen sie deshalb nicht sein. Sie agieren funktional, sind somit „Charaktermasken“. Sie personifizieren nichts anderes als den Staat, den Karl Marx richtig als „ideelen Gesamtkapitalisten“, also als das ideele Gesamtinteresse des in Deutschland beheimateten Kapitals verkörpernde Struktur analysierte. Als solche Charaktermasken versuchen sie nichts anderes, als optimale Bedingungen für die Verwertung herzustellen: sie versuchen, widerstreitende Interessen zwischen den Kapitalien oder zwischen einzelnen Kapitalien und den Gewerkschaften zu versöhnen, widerständige Menschen in den staatlichen Zwangsverband zu integrieren, die widerrechtliche Aneignung fremder Waren zu verhindern, Menschen, die nicht richtig „funktionieren“ in Gefängnissen und Psychiatrien auszusondern und werden von den meisten Menschen
als demokratisch legitimierte Herrschaft bei ihrem unseligen Tun auch noch akzeptiert. Das eigentliche Problem stellen aber nicht diese PolitikerInnen dar, auch dies erhellt die Rede von der Charaktermaske, sondern die Strukturen,
die die Entscheidungen der PolitikerInnen bestimmen. Natürlich ist es besser, wenn jedeR für sich selbst bestimmen kann, was er oder sie gerne tun möchte und nicht BildungspolitikerInnen, die über unsere Köpfe hinweg entscheiden, wer nach welchen Kriterien das Gymnasium besuchen darf und wer nicht, wieund was eigentlich studiert werden kann und anhand welcher Kriterien der „erfolgreiche“ Abschluss eines Studiums zu erreichen ist. Aber alle diese Fremdbestimmungen erfolgen nach zwei Kriterien: welche personellen Forderungen erhebt der Markt, worin liegen die besten Verwertungsmöglichkeiten für das deutsche Kapital? Und wieviel Widerstand regt sich dagegen?Wichtig wäre es deswegen, nicht nur ein anderes
Bildungssystem einzufordern, sondern eine vollkommen anders eingerichtete Gesellschaft. Die Interessen der Individuen sollen bestimmend
sein, frei von kapitalistischem Proftinteresse.
Einige Forderungen der Bonner Jugendbewegung weisen schon in die richtige Richtung - und geraten prompt mit dem bestehenden kapitalistischen Rahmen in Widerspruch.2 Ihre Erfüllung käme dem Sprengen des selbigen gleich. Solange die Totalität der bürgerlichen Gesellschaft Bestand hat, solange andere Bereiche von einer Revolutionierung ausgenommensind, sind die Chancen eines von von Kapital-zwängen befreiten Bildungssystems gleich Null.
Denn solange kapitalistisch produziert wird, besteht die Notwendigkeit, Individuen für Arbeitsplätze zurechtzubiegen, Wissen nur dann zu vermitteln, wenn es verwertbar ist, Ressourcen nur dann für die Ausbildung aufzuwenden, wenn sich die Investition „lohnt“. Solange die Gesellschaft vom Staat reglementiert wird, muss das Individuum daran gewöhnt werden, von Autoritäten kommandiert zu werden, darf nicht kritisch denken, bloß nicht auf den Gedanken kommen, es könne sein vermeintliches Schicksal auch in Eigenregie bestimmen. Und solange Menschen um Arbeitsplätze und Ressourcen konkurrieren müssen, können sie sich nicht solidarisch begegnen. Selbst in die persönlichen Beziehungen dringt die Logik des Kapitalismus, kein Individuum kann dem anderen ohne das Mißtrauen begegnen, von ihm verletzt zu werden, wenn es sich gestattet, Schwäche zu zeigen.
Die LUST kann und will keinen goldenen Weg aufzeigen, die oben beschriebene Misere aufzulösen und eine Gesellschaft zu bauen, die den Individuen die zwanglose Selbstverwirklichung ermöglicht. Was nicht bedeutet, dass jeder
Versuch direkt zum Scheitern verurteilt ist.
Es gilt, die Kritik der nicht auf die menschlichen Bedürfnisse eingestellten Verhältnisse auch in nicht-revolutionären Zeiten aufrechtzuerhalten.
Eine andere Bildung jedoch erfordert eine andere Gesellschaft; eine andere Gesellschaft erfordert die Revolution!
Fußnoten:
1: Möglicherweise ist ihnen dies bereits gelungen. Nachdem
im Dezember vergangenen Jahres nach Protesten im Rahmen
des Bildungsstreiks zahlreiche Hörsäle besetzt wurden, um den eigenen Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben alle nach dem Jahreswechsel stattgefundenen Proteste nur einen Bruchteil der zuvor mobilisierten Kräfte aufbringen können.
2: Diese Forderungen sind: „Eine Schule für alle! Studiengebühren
abschaffen in Kombination mit Ausgleichzahlungen! Bildung unabhängig von wirtschaftlichen Interessen! Überwindung
des BA/MA-Systems! Kostenlose Bildung von Kita, bis ans Lebensende! Ausreichend Ausbildungsplätze mit Übernahmegarantie!
Abschaffung der (Kopf-)Noten! Abschaffung des Nume-rus Clausus! Rücknahme der Schulzeitverkürzung (G8) und der zentralen Prüfungen! Erweiterte Fächervielfalt! Freie Fächerwahl
entsprechend den individuellen Lerninteressen! Kleine Kurse und kleine Klassen! Mehr Sozial-, Sonderpädagog_innen und Psycholog_innen an Schulen! Allgemeinpolitische Mit-bestimmung für alle Schüler_innen, Auszubildenden und Stu-dierenden!“ Bei manchen Forderungen sind wir uns nicht sicher, ob sie wirklich der Selbstbestimmung der Individuen dienen. So könnte beispielsweise die Verkleinerung der Klassen den Zugriff
von Autoritätspersonen auf den/die EinzelneN erhöhen. Gehen wir aber davon aus, dass ALLE Forderungen erfüllt würden, wäre der systemsprengende Charakter jedenfalls gegeben.
Seit dem letzten Bildungsstreik im November 2009 hat sich die Lage der Schulen und Hochschulen kaum verändert. Auch wenn die Protestbewegung die Kultusministerkonferenz zu kosmetischen Eingriffen gedrängt hat, macht sich beim Bildungsstreik Frustration breit. Die hartnäckigen Bemühungen „haben bei den Verantwortlichen in Medien, Wirtschaft und Politik (..) zu wenig Wirkung ge-zeigt“, wie im Aufruf zu ihrem Aktionstag am 22. April bemängelt wird. Immer noch ist das Ausbildungssystem ein hässlicher Sektor, an dem alle um die Erlangung von Zertifikaten und Leistungspunkten ringen, weil er die einzige - und zunehmend zerbrechliche - Hoffnung ist, einen Job zu erlangen.
Die Protestaktionen des Bildungsstreiks orientieren sich mit einigem Recht am Mach- und Greifbaren, wenn sie etwa den Masterzugang für alle und eine Übernahmegarantie für Auszubildende fordern, weil aktuell nur solche Dinge den Abstieg in die Hartz-IV- Maßnahmen abwenden können. Zugleich ist der verinnerlichte Zwang zur Jagd nach Abschlüssen das Gegenteil von „selbstbestimmte[n] Lernen und Leben statt star- rem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck“, das der gleiche Aufruf einfordert. Worin bestehen die Widersprüche? (Weiterlesen...)
Die Liste undogmatischer StudentInnen lädt alle Interessierten ein, am Dienstag, den 27. April 2010 um 20.30 Uhr im Buchladen Le Sabot (Breite Str. 76, Bonn-Altstadt) über das Elend der Lehr- anstalten, einen belastbaren Begriff von Bildung und die Bedingungen für gelungene Selbst- Bestimmung zu diskutieren. Wir freuen uns auf eine rege Debatte.
Die Lust trifft sich während des Semesters an jedem Dienstag um 20:30 im Buchladen Le Sabot (Breite Str. 76, Bonner Altstadt). Wenn ihr Fragen zur oder Interesse an der LUST habt kommt doch einfach vorbei! Oder Kontaktiere uns per Email.